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Pflanzenarbeiten
Allgemeines
Laubabwerfende Gehölze sind im Regelfall in der Wachstumsruhe zu pflanzen.
Immergrüne Gehölze mit Ballen können mit Ausnahme der Zeit des Austriebes ganzjährig gepflanzt werden. Topf- und Containerpflanzen können ebenfalls ganzjährig gepflanzt werden.

Pflanzlöcher und -gruben
Pflanzlöcher oder -gruben sind in einer Breite auszuheben, die dem 1,5fachen Durchmesser des Wurzelwerkes oder des Ballens entspricht.
Beim Aushub des Pflanzloches ist der Oberboden vom übrigen Aushub zu trennen und bei der Pflanzung wieder als oberste Schicht einzubringen.
Junggehölze, Pflanzen mit Topfballen oder mit vergleichbaren Ballengröße können bei geeigneten Bodenverhältnissen mit Pflanzhacken, Pflanzspaten, Pflanzhölzern, Rillenscheiben und ähnlichem gepflanzt werden.
Verfestigungen der Pflanzlochwände und -sohle sind zu beseitigen.

Wurzelbehandlung
Vor der Pflanzung sind die Wurzeln ballenloser Pflanzen der Art entsprechend mit scharfem Schneidwerkzeug zu schneiden.
Sie dürfen nicht abgequetscht oder abgestochen werden.
Bei Containerpflanzen müssen Spiral- und Würgewurzeln durchschnitten und Wurzelfilz aufgerissen werden.

Pflanzvorgang
Pflanztiefe Bei der Pflanzung sind die Wurzeln in ihrer natürlichen Lage einzubringen.
Nicht verrottbare Container, Töpfe und Folienbeutel sind zu entfernen.
Bei Ballenpflanzen sind nach dem Einsetzen der Pflanzen in das Pflanzloch die Verknotungen des Ballenleinens zu öffnen; Draht ist von der Oberseite des Ballens zu lösen. Wurzeln oder Ballen sind allseitig mit lockerem Boden zu verfüllen und gleichmäßig anzudrücken. Danach ist im Regelfall durchdringend zu wässern.
Jungpflanzen dürfen nur mit feuchten Wurzeln gepflanzt werden.

Pflanztiefe
Die Pflanztiefe ist der Pflanzenart anzupassen. Im Regelfall sind die Pflanzen so tief zu pflanzen, wie sie vorher gestanden haben. Wildrosen sowie Jungpflanzen, die aus Steckholz gezogen wurden, sind etwa 5 cm tiefer zu pflanzen als sie bei der Anzucht gestanden haben. Niedrig veredelte Rosen sind so tief zu pflanzen, dass die Veredelungsstelle etwa 4 cm mit Boden bedeckt ist. Blumenbulben, -zwiebeln und -knollen müssen lagerichtig gepflanzt werden.

Rückschnitt der oberirdischen Pflanzenteile
Gehölze ohne Ballen sind in der Regel unter Berücksichtigung der Art und Größe sowie der Standortbedingungen und Jahreszeit zurückzuschneiden oder auszulichten.
Bei Heistern, Stammbüschen, Halb- und Hochstämmen ist dabei die natürliche Wuchsform zu erhalten. Ballen- und Containerpflanzen werden im Regelfall nicht geschnitten; bei Bedarf kann ein Auslichtungsschnitt erfolgen.
Beschädigte Pflanzenteile müssen entfernt und Wunden glattgeschnitten werden.
Stauden sollen nur dann zurückgeschnitten werden, wenn sie so stark ausgetrieben haben, dass das Anwachsen gefährdet ist.

Gießmulden
Großgehölze und Solitärpflanzen sind mit Gießmulden zu versehen.
Sie sind so auszubilden, dass das Wasser zur Pflanze hinfließt.
Soweit möglich, gilt das auch für Hanglagen.

Verankerung
Bei Bedarf sind Gehölze durch Baumpfähle standsicher zu verankern.

Schutz gegen Wild und Weidevieh
Durch Wild und Weidevieh gefährdete Pflanzungen sollten durch Pflanzenschutzmittel, mechanischen Stammschutz oder durch Einzäunung gesichert werden.