zurück
Rasenpflege
(Zier-, Gebrauchs- und Strapazierrasen)

- Rasensaat
Günstige Auflaufbedingungen liegen bei Bodentemperaturen von mindestens 8°C und ausreichender Bodenfeuchte vor, dies ist in der Regel von Mai bis September der Fall. Das Saatgut und die Saatgutmenge richtet sich nach den jeweiligen Standortbedingungen.
Nach der Ansaat bis zum Aufkeimen ist das Saatgut permanent feucht zu halten, was bei Trockenheit auch ein mehrmaliges beregnen am Tag erforderlich machen kann !

- Beregnen
Rasen benötigt zur und nach der Keimung ausreichende Bodenfeuchte zur Weiterentwicklung. Das Wasser sollte in möglichst feinen Tropfen durch einen Regner aufgebracht werden. Bestehende Rasenflächen sollten bei starker Trockenheit 1 - 2 mal pro Woche wurzeltief beregnet werden (10 - 15 l/m²).
Das Beregnen sollte frühmorgens oder abends erfolgen, um die Verdunstungsrate niedrig zu halten.

Entwicklungs- und Unterhaltunspflege

- Mähen
Der Rasenschnitt sollte je nach Rasentyp bei Wuchshöhen zwischen 6 cm und 10 cm erfolgen. Es darf dabei nicht kürzer als bis auf 4 cm Schnitthöhe geschnitten werden.
Das Mähgut ist zu entfernen.Grundsätzlich dürfen nur glatt schneidende Geräte eingesetzt werden. Schnittgut sollte vom Zier-, Gebrauchs- und Strapazierrasen generell entfernt werden, um ein verfilzen des Rasens zu vermeiden.

 
Rasentyp Schnittzeitpunkt Schnitthöhe auf cm Anzahl Schnitte/Jahr
Zierrasen 3 cm bis 6 cm 2 cm 30 bis 60
Gebrauchsrasen 6 cm bis 10 cm 3 cm bis 4 cm 8 bis 20
Strapazierrasen 6 cm bis 8 cm 3,5 cm bis 4 cm 12 bis 30
Landschaftsrasen - 6 cm bis 10 cm 0 bis 3
- Düngen
Nach dem ersten Schnitt sollte der Rasen mit 5g/m² Stickstoff (Rein-N) gleichmäßig gedüngt werden. Die erste Düngergabe sollte im Frühjahr entweder vor Beginn des natürlichen Vegetationsschubes oder im Anschluss an diesen gegeben werden.
Um die Gefahr einer Pilzinfekton herabzusetzen, soll die letzte Düngergabe etwa Mitte August erfolgen.
Die Menge der Stickstoff-Einzelgabe richtet sich nach der Bindungsform des Düngers.
Bei schnell wirkenden Düngern soll die Einzelgabe 4 bis 5 g N (Stickstoff) je m² betragen.
Damit wird eine genügend gleichmäßige Verteilung ermöglicht und gleichzeitig Ätzschäden und Versickerungen ins Grundwasser verhindert.
Die Gesamtdüngergabe sollte bei Zier- und Strapazierrasen 15 bis 30 g/m² betragen.

- Wässern
Wenn die natürliche Wasserversorgung nicht ausreicht, muss bei Rasenflächen gewässert werden. Die einzelne Bewässerungsgabe muss so hoch bemessen sein, dass die Vegetationstragschicht mindestens 10 cm tief durchfeuchtet wird.

- Senkrechtschneiden (Vertikutieren)
Das Senkrechtschneiden dient zum Ausdünnen des Rasenfilzes und sollte vor einem Wachstumsschub im Frühjahr oder Sommer ausgeführt werden.
Der Rasen ist vorher auf 2 cm zurückzuschneiden.
Der herausgearbeitete Rasenfilz ist zu entfernen.

- Maßnahmen gegen Fremdartenbesatz, Moos und Pilzkrankheiten
Unerwünschter Aufwuchs, der die Entwicklung des Rasens behindert, auszusamen droht oder das gewünschte Begrünungsziel beeinträchtigt, ist im Regelfall mechanisch (durch ausstechen) zu bekämpfen. Abhilfe kann durch Verbesserung der Standortverhältnisse und der Wachstumsbedingungen durch mechanische Maßnahmen (vertkutieren, aerifizieren) geschaffen werden. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (z. B. Rasendünger mit Unkrautvernichter) sind ökologische Gesichtspunkte zu berücksichtigen.